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Das Bierbrauen

Was braucht man um Bier zu erzeugen?
Malz
Qualitatives Brauwasser
Hopfen
Reinzuchthefe
Zeit

Geschichte
Im mitteleuropäischen Raum wurden im 3. Jahrtausend v. Chr. Bierähnliche Getränke nachgewiesen. Bier zählt zu einem der ältesten alkoholischen Getränke.
Bereits bevor die Menschen sesshaft wurden, bauten sie Getreide an und stellten fest, dass ein Getreidebrei, welcher einige Tage stehen gelassen wurde, zu gären begann.
Auch die alten Ägypter wurden beim Bau der Pyramiden täglich mit zwei Krügen Bier versorgt. Aus Datteln wurde der Zucker vergoren.

Bier im Mittelalter
Im Frühmittelalter wurde Bier vorwiegend  in Klöstern hergestellt, diese wurden im 16. Jahrhundert durch kleine Familienbrauereien abgelöst. Das Bier war trüb, süßlich, arm an Kohlensäure, enthielt wenig Alkohol und zudem war es nicht lange haltbar.
Hopfen ersetzte die Bierwürze Gargel relativ schnell und Bier wurde durch die Revolution des Hopfens transportfähiger und haltbarer gemacht.

Reinheitsgebot
Im 16. Jahrhundert wurde vom deutschen Adel ein Gesetz zum Bierbrauen erlassen – die Festlegung der Inhaltsstoffe – Gerste, Hopfen und Wasser. Das Reinheitsgebot feierte 2016 das 500-jährige Bestehen. Die uns heute bekannte Art des Bierbrauens stammt von der Idee der Pilsner Bauart ab. Die Gärung erfolgt in Gefäßen in kühlen Kellern.

Das Brauen
Schritt 1 – Mälzen
Beim Mälzen wird die Gerste in Wasser eingeweicht.
Diese keimt zu Grünmalz und durch das Darren (heißlufttrocknen) entsteht das sogenannte Darrmalz.

Schritt 2 – Maischen
Zuerst wird das Malz klein geschrotet. Anschließend wird das Malzschrot mit feinstem Brauwasser im Maischbottich vermischt und auf ca. 70°C erhitzt. Dadurch entsteht der vergärbare Malzzucker.

Schritt 3 – Läutern
Beim Läutern wird die Würze von den festen Bestandteilen herausgesiebt.

Schritt 4 – Brauen
Beim Kochen bei 100°C wird durch den Stammwürzegehalt die spätere Alkoholstärke bestimmt. Die durch das Läutern gewonnene Würze wird gemeinsam mit Hopfen gekocht, dadurch lösen sich die Aromastoffe.
Durch das verdampfende Wasser kommt es nach und nach zu einer intensiveren Würze.

Schritt 5 – Gären
Die Würze befindet sich nun in Gärbehältern hier wird der Zucker durch die Hefe in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt.

Schritt 6 – Lagerung
Nach der Hauptgärung erfolgt die stille Gärung bzw. Nachgärung, welche zwischen acht Wochen und vier Monaten betragen kann. Dies ist abhängig von der jeweiligen Biersorte.

Abfüllung
Vor dem Abfüllen in Flaschen und Fässer werden die Trübstoffe und Hefereste abfiltriert.